Verweile nicht in der Vergangenheit, träume nicht von der Zukunft.

Konzentriere dich auf den gegenwärtigen Moment.

(Buddha)


Krisen bewältigen, Ängste überwinden, Resilienz stärken

Wege aus der Krise

  • Menschen in ihrer momentanen Lebenssituation werden mit belastenden Ereignissen oder Lebensumständen konfrontiert, die bisherige Lebensziele in Frage stellen.
  • Die Betroffenen können die Situation momentan nicht mit ihren üblichen Lebensbewältigungsstrategien meistern. Das Versagen von Bewältigungsstrategien ruft bei den Betroffenen meist ein massives Gefühl von Überforderung hervor. Dies wird als unangenehm und bedrohlich erlebt. Es entstehen Spannung, Ärger, Verzweiflung, Traurigkeit und Lebensüberdruss.
  • Alle seelische und körperliche Kraft wird in die Problembewältigung investiert. Dadurch können oft die Herausforderungen des Alltags nicht mehr bewältigt werden und das Selbstwertgefühl ist massiv beeinträchtigt.
  • Erfolgt keine rechtzeitige Unterstützung, können Suizidgedanken oder Gewalt- und Aggressionshandlungen die Folge sein. Längerfristig kann es zu Alkohol- und Medikamentenmissbrauch, psychosomatischen oder psychischen Störungen kommen.
  • Krisen können aber auch ein Anstoß sein, dem eigenen Leben eine neue Wendung zu geben und somit die Erfahrung von Weiterentwicklung und Reifung bewirken.

Krisenintervention

 

Krisenintervention ist eine eigenständige Interventionsform, um Menschen bei psychischen Problemen, die in akuten Phasen psychosozialer Krisen auftreten und mit diesen in ursächlicher Verbindung stehen, zu helfen.
Krisenintervention soll Gefahren abwenden und die Betroffenen unterstützen, die Chancen der Krise zur Weiterentwicklung und Reifung zu nutzen. Krisenintervention stellt primär Hilfe zur Selbsthilfe dar.

 

Es ist fast immer sinnvoll, Menschen in Krisen die Gelegenheit zu geben, sich auszusprechen. Den Betroffenen wird mit Respekt, Verständnis und Wärme begegnet, damit sie sich angenommen fühlen und Hilfe akzeptieren können.

 

Ängste

 

Gesunde Ängste

Im Allgemeinen gibt es bestimmte Situationen, die häufig Angst auslösen, wohingegen andere kaum ängstigend sind. Im Sinne der sogenannten „preparedness“ sind Ängste vor großen Höhen, engen Räumen, großen Hunden und Spinnen weit verbreitet. In der Evolution des Menschen sind diese Ängste eine wichtiger Bestandteil, um Gefahren zu vermeiden. Auch die natürliche Sorge bei körperlichen oder psychischen Beschwerden kann dazu beitragen, rechtzeitig den Arzt oder Psychologen aufzusuchen, um diese Symptome abklären zu lassen und frühzeitig mit einer geeigneten Behandlung zu beginnen.

 

Krankhafte Ängste

Etwa jeder 5. Mensch hat Ängste, die das Leben einschränken und die Lebensqualität beeinträchtigen. Dazu gehören besonders Existenzängste, Angst unheilbar krank zu sein, Angst vor Kontrollverlust und Hilflosigkeit, Angst vor Einsamkeit und sozialer Isolierung, übermäßige Schüchternheit bis hin zur Angst vor sozialen Situationen, Angst nicht zu funktionieren oder nicht zu genügen, Angst Fehler zu machen, Angst vor Tieren, Angst vor Menschenansammlungen und öffentlichen Plätzen, Höhenangst und Platzangst. Diese Ängste sind gekennzeichnet durch übermäßige körperliche Unruhe und Anspannung, kombiniert mit belastenden, negativen Gedanken.

So kann ein Teufelskreis der Angst entstehen, bei dem zum Beispiel Herzrasen zu Angst vor einem Herzinfarkt führt, und dadurch in weiterer Folge das Herzrasen zunimmt. In einer psychophysiologischen Spirale (Körper-Psyche-Kopplung) werden körperliche Anspannung und negative Gedanken weiter aufgeschaukelt, bis eine Panikattacke entsteht.

 

Resilienz

Unter Resilienz versteht man die mentale Widerstandsfähigkeit gegenüber psychischen Belastungen, Krisen und negativen Ereignissen.

Ziel ist es, Bewältigungs Strategien zu entwickeln und Ressourcen aufzubauen.


Kriesen und Ängste als Chance nutzen lernen



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Ängste & Angststörungen
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